7 Fakten zu den Eisheiligen
Was müssen Sie beachten?

Die bei Gärtnern gefürchteten Eisheiligen - Mitte Mai ist der Zeitraum der Eisheiligen, auch strenge Herren oder Eismänner genannt, sie sind jedes Jahr an den gleichen Tagen. Was sich hinter den bevorstehenden Mai-Tagen verbirgt und was man auch als Hobbygärtner beachten sollte – wir haben 7 Fakten rund um die Eisheiligen zusammengestellt.

 

eisheilige
  1. Woher kommen die Eisheiligen?
    Die Eisheiligen gehen auf jahrhundertealte Berichte von Bauern zurück: Sie haben die Wetter- und Witterungsverhältnisse beobachtet und die Erfahrung gemacht, dass es an den Namenstagen der Heiligen oft zu einer letzten Kaltluftfront und damit zu entsprechenden Nachtfrösten kam. Meteorologisch betrachtet hängt dieses Phänomen damit zusammen, dass sich das europäische Festland im Mai schnell erwärmt, während das Meer oft noch kalt bleibt: Es entstehen Tiefdruckgebiete.
  2. Wie heißen die Eisheiligen?
    • 11.05.2019 - Mamertus
    • 12.05.2019 - Pankratius
    • 13.05.2019 - Servatius
    • 14.05.2019 - Bonifatius
    • 15.05.2019 - Sophia (auch kalte Sophie)
  3. Wie werden die Tage der Einheiligen in anderen Ländern genannt?
    • Saints de glace: Frankreich
    • Ledeni Sveci: Kroatien
    • fagyosszentek: Ungarn
    • santi di ghiaccio: Italien
    • Zimni ogrodnicy: Polen
    • Järnnatt: Schweden
    • Jernnettene: Norwegen
    • sfinţii de gheaţă: Rumänien
    • Ice Saints: Englisch
  4. Wann sind die Eisheiligen?
    In Norddeutschland beginnen sie am elften und enden am 13. Mai. In Süddeutschland hingegen rechnet man den zwölften bis 14. Mai dazu. Dass die Eisheiligen im Süden Deutschlands einen Tag später beginnen als im nördlichen Teil, wird mit dem allmählichen Vorrücken der Kaltluft von Norden erklärt. Oft bezieht man auch den 15. Mai mit ein – den Namenstag der heiligen Sophie. Deshalb wird ein an diesem Tag spürbares Kältephänomen von vielen „kalte Sophie“ genannt. Die kalten Strömungen müssen aber nicht genau in diesem Zeitraum auf uns zukommen – verfrühte oder verspätete Eisheilige sind ebenso möglich. In diesem Jahr gab es bereits verfrühte Eisheilige und diese brachten bereits am ersten Mai-Wochenende winterliches Wetter. Schlagen sie nun ein zweites Mal mit Frost und Schnee zu?

  5. Wie können Pflanzen vor Frost geschützt werden?
    Besonders wenn das Wetter mit Sonnenstrahlen und Vogelgezwitscher lockt, kann manch ein Gärtner es kaum abwarten, die Schaufel zu schwingen – also werden Blumen und Bäume schon vor den Eisheiligen gepflanzt. Das Risiko eines schädlichen Kältetiefs ist hoch. Einen kurzzeitigen Schutz bieten dann Vlies und Reisig. Auch spezielle Folien können die Pflanzen vor Nachtfrost bewahren. Eine zeitlich begrenzte Lösung – denn gerade in der Wachstumsphase brauchen Pflanzen viel Licht. Darüber hinaus kann sich schnell Feuchtigkeit unter der Plane sammeln, wodurch ein Luftstau entsteht.

  6. Die Eisheiligen in den vergangenen Jahren
    Vergleicht man die vergangenen drei Jahre, erkennt man schnell: Ob es genau in dem Zeitraum der Eisheiligen zu einem Temperatursturz kommt, ist Zufall. „Am 15. Mai 2017 und 2018 lagen wir nachts bei etwa zehn Grad während es 2016 zu dieser Zeit sogar in tieferen Regionen Frost und Bodenfrost gab“. Ernst zu nehmen sind die Eisheiligen dennoch. Versteht man die Regel als Warnung und nicht als Gesetz, ist man auf der sicheren Seite.

  7. Die Eisheiligen 2019: Was erwartet uns?
    Das Auf und Ab im April ist prädestiniert dafür, dass es so weitergeht. Auch die kommenden Nächte bleiben frostig. Auch tagsüber ist es frisch mit Temperaturen um die 10 bis 16 Grad. Selbst verspätete Eisheilige und damit Nachtfrost seien nicht auszuschließen. Es bleibt abzuwarten wie sich das Wetter in den nächsten Tagen entwickelt!

IC Dortmund > Haustüren > Fenster > Glashäuser > Rollladen > Markisen > Nachrüstung > Tischlerei > Metallbau

ideencenter